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Nach dem Verlust ihres Sitzes im heiligen Land eroberten 1309 die Ritter vom Johanniterorden Rhodos. Sie errichteten Befestigungen, bauten ein Hospital und Verteidigungsanlagen. Der Orden setzte sich aus Mitgliedern verschiedener Nationalitäten zusammen und jeder Ritter lebte in der Herberge seiner Landsmannschaft (Zunge). Jeder Zunge stand ein Pilier vor, der für bestimmte allgemeine Aufgaben zuständig war. Geleitet wurde der gesamte Orden von einem auf Lebzeit gewählten Großmeister, dem alle Ordensmitglieder absoluten Gehorsam schuldeten. Einen deutschen Großmeister gab es nur einmal, jedoch nicht auf Rhodos. Frankreich, Auvergne, Provence, Deutschland, Italien, England und Spanien, daß sich später in Kastilien und Aragonien teilte, waren die acht Gruppen, von denen jede einen bestimmten Sektor der Stadtmauer zu verteidigen hatte.
Auch zur See waren die unermüdlichen Verteidiger des Christentums allgemein gefürchtet. Auf ihren unzähligen Kaperfahrten griffen sie offiziell nur osmanische Schiffe an, doch auch byzantinische Kauffahrer wurden gelegentlich ausgeraubt. 1444 schlugen die Ritter, von den Einheimischen unterstützt, den Sultan von Ägypten in die Flucht, das gleiche Schicksal ereilte 36 Jahre später auch der Armee des Sultans Mohammed II. So wehrten die Ritter 213 Jahre lang alle Angriffe ab, bis sich Sultan Süleiman II. zum Sturm auf Rhodos entschloß. Nach erbittertem Kampf und 145 tägiger Belagerung fiel die Stadt. Am 1. Januar 1523 durften die 180 Ritter die überlebt hatten mit allen Ehren aus Rhodos in Richtung Malta abziehen. Heute erinnert die Süleiman-Moschee, in der Altstadt an den osmanischen Herrscher.
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