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Fast vier Jahrhunderte blieb Rhodos in türkischer Hand, was jedoch keine tiefen Spuren hinterließ. Sieger und Besiegte lebten nebeneinander her, ohne das sich die beiden Kulturen vermischten. Die Türken bauten und zerstörten nur wenig, einige Kirchen wurden in Moscheen umgewandelt, der Großmeisterpalast wurde als Viehstall zweckentfremdet und die einst prächtigen Ritterherbergen erlitten wechselnde Schicksale. Als Griechenland sich 1821 gegen die Türken erhob und nach langem Kampf seine Unabhängigkeit gewann, rebellierte auch das Rhodische Volk, doch der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. Die Wende kam mit dem Italienisch-türkischen Krieg (1911/12), als die Türken vertrieben wurden und Italien durch den Lausanner Vertrag Rhodos und die Dodekanes - Inselgruppe zugesprochen bekam. Die Italiener begannen mit Ausgrabungen, Restaurationen, bauten Straßen und Verwaltungsgebäude, schufen so die Voraussetzung für die spätere Entwicklung.
An die vorgesehene Rückgabe an Griechenland dachten sie nicht und so wurde Rhodos zur Sommerresidenz der Herrscher. Nach Mussolinis Fall im Sommer 1943 landeten die Deutschen auf der Insel und besetzten Rhodos nach heftigem Kampf mit ihren früheren italienischen Waffenbrüdern. Die Befreiung der Insel erfolgte 1945 durch die Engländer, die sie bis zur Vereinigung mit dem griechischen Mutterland 1947, treuhänderisch für die Vereinten Nationen verwalteten. Die letzten Eroberer waren und sind auch heute noch gern gesehen, Touristen die nichts als Sonne und Spuren einer glorreichen Vergangenheit suchen!
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