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Monte Smith

Rhodos-Stadt - Monte Smith

Die Akropolis von Rhodos erreicht man über die Odós Voriou Ipirou oder mit dem Stadtbus Nr.5 ab der Néa Agorá. Aus der Antike ist hier leider nicht mehr viel erhalten, zu sehen gibt es nur wenig - und das ist zumeist eine Neuschöpfung aus italienischer Zeit. Der Besuch lohnt sich aber dennoch, da die Überreste in freier Natur liegen und der Blick auf Stadt und Küste durchaus eindrucksvoll ist. Benannt ist der Hügel nach einem britischen Admiral, der 1802 die britischen Marineeinheiten auf Rhodos befehligte. Hier stand in der Antike die Akropolis, die noch vollständig in den Ring der antiken Stadtmauer einbezogen war und der damit um ein Vielfaches länger war als der der Ritterstadt. Auf dem kleinen Ausgrabungsgelände haben Archäologen den Standort mehrerer Bronzeöfen erkannt. Es ist möglich das hier sogar Teile für den Koloss von Rhodos gegossen wurden. Oberhalb eines Odeon und Stadion ragen auf dem höchsten Punkt des Monte Smith (111 m) auf der alten Tempelterrasse noch dreieinhalb wieder aufgerichtete Säulen vom antiken Tempel des Apollon Pythios auf. Er diente Jahrtausende den Schiffen zur Orientierung und wurde beim Erdbeben um das Jahr 225. v. Chr., das auch den Koloss zerstörte, sehr schwer beschädigt. Hier lag die ursprüngliche Akropolis von Rhodos. Einige Archäologen vertreten die Ansicht, dass die Reste einer weiteren Akropolis unter dem Großmeisterpalast in der Altstadt liegen.

Antiker Tempel
Reste des wiederaufgebauten antiken Tempels

Das ursprünglich überdachte Theater aus dem 2. Jh. v. Chr., in dem musikalische und lyrische Aufführungen stattfanden, wurde von den Italienern in weißem Marmor wieder hergestellt. Auf den Sitzen, von denen nur noch die unteren drei Reihen im Original erhalten sind, fanden ca. 800 Zuhörer Platz. Das so genannte Odeon diente möglicherweise auch als Hörsaal der berühmten Rednerschule von Rhodos, die ein gewisser Apollonios von Alabanda um 120 v. Chr. gegründet hatte. Zu den Hörern zählten so namhafte Römer wie Cicero, Cäsar und dessen Mörder Cassius. Sollte diese These stimmen, so wurde die Konzentration auf die Redner sicher durch die Athleten im nah gelegenen Stadion aus der gleichen Periode gestört. Die ebenfalls rekonstruierte Sportstätte, von der nur noch wenige Reihen der Umrandung sowie die Startvorrichtung für die Läufer im Original erhalten, liegt links vom Theater. Die 190 m lange und 35 m breite Anlage, in der die Einheimischen oft gegen Abend gern joggen, gibt einen guten Eindruck davon, wie die Stadien zur Zeit der olympischen Spiele im Altertum ausgesehen haben.

Antikes Theater
Das sogenannte Odeon
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